Wer zum Studieren in eine andere Stadt ziehen will, muss sich früher oder später nach einer geeigneten Wohnung umschauen. Die Wahl hat man dann meistens zwischen einer Wohngemeinschaft, einer Mietwohnung und einem Zimmer in einem Studentenwohnheim. Wie unterscheidet sich das Leben in einem Wohnheim und ist es auch für dich das richtige? Das erfährst du in diesem Artikel.

Das musst du über das Studentenwohnheim wissen

Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht ziemlich ähnlich sein mag, gibt es doch einige Unterschiede zwischen einer normalen Mietwohnung und einem Zimmer in einem Studentenwohnheim. 

Die Kosten

Besonders in großen Städten ist es heutzutage extrem schwierig eine geeignete und vor allem bezahlbare Wohnung zu finden. Auch wenn die Anforderung an deine erste Wohnung wahrscheinlich nicht groß ist, wirst du viel Geld für ein kleines Zimmer einplanen müssen. Die Kosten in einem Studentenwohnheim sind meist nicht so hoch, wie die Mietpreise für eine kleine Mietwohnung. Das liegt unter anderem daran, dass sehr viele Studentenwohnheime staatlich gefördert sind und deshalb mit der Vermietung kein Gewinn erzielt werden muss. In den privaten Studentenwohnheimen sieht das ein bisschen anders aus. Leider gibt es mittlerweile immer mehr Privatpersonen, die mit Wohnungsnot von Studenten ein richtiges Geschäft machen wollen.

Das Leben

Party-Studentenwohnheim-Luftballon

Partys am Wochenende sind schon beinahe Pflicht in einem Studentenwohnheim.

Wer nicht unbedingt mit Menschen kann, ist vermutlich falsch aufgehoben in einem Wohnheim. In vielen Studentenheimen leben gerne einmal bis zu 200 Studierende. Ein großer Vorteil ist, dass es so nie langweilig wird. Es ist sehr einfach neue Leute kennen zulernen, sei es auf der Hausparty vom Nachbarn, beim gemeinsamen Wäsche waschen im Waschkeller oder auch bei den wöchentlich organisierten Feiern im Aufenthaltsraum.

Die Lage

Während man bei Wohnungen in der Stadt häufig Glück haben muss mit der Lage, kann man bei Studentenwohnheimen selten etwas falsch machen. Die meisten Wohnheime befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Campus. Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt also auch dein nächster Hörsaal in laufentfernung

Die Einrichtung

Die Wohnungen sind normalerweise alle voll möbliert und haben eine kleine Küche sowie ein kleines Bad mit Dusche. Zudem gibt es meist noch einen Aufenthaltsraum, einen Waschkeller, sowie einen Fahrradstellplatz.

Die Lautstärke 

DJ-laute Musik-Studentenwohnheim

Immer mal wieder kann es auch unter Woche laut im Studentenwohnheim werden.

Lautstärke spielt in einem Studentenwohnheim meist eine große Rolle. Leider ist es nicht selten, dass irgendjemand auch am Montagabend außerhalb der Semesterferien feiert und es somit viele andere beim Schlafen stört. Hier hilft dann nur mitfeiern gehen oder mit den Partywütigen reden, ob sie die Musik leiser stellen könnten

Welche Arten von Wohnungen gibt es?

Die meisten Wohnheime bieten neben Einzelzimmern auch WG Zimmer für zwei oder vier Personen an. Für alleinerziehende Eltern gibt es in manchen Wohnheimen auch Mutter und Kind Unterkünfte.

Das musst du beachten, wenn du ein Zimmer im Wohnheim haben willst

Besonders die gute Lage und die günstigen Preise machen Studentenwohnheime bei Studierenden immer beliebter. Dementsprechend voll sind auch die Wartelisten für Einzelzimmer in den Wohnheimen in Deutschland. Solltest du also Interesse an einem Einzelzimmer haben ist es extrem wichtig, dass du dich direkt nach deiner Immatrikulation, bei dem für dich zuständigen Studentenwerk meldest. So hast du die höchsten Chancen auf einen Platz im Wohnheim. 

Fazit:

Auch ich habe knapp zwei Jahre in einem Wohnheim gewohnt und habe die Zeit absolut genossen. Es gab wohl keinen Abschnitt in meinem Leben, an dem ich mehr neue Menschen kennengelernt habe und so viele Partys besucht habe. Alle Studenten, die gerne unter Menschen sind und auch abends gerne noch etwas unternehmen wollen, kann ich einen Platz im Wohnheim nur empfehlen.