In Deutschland wird studieren ohne Abitur immer beliebter. Immer mehr Abiturienten entscheiden sich heutzutage für die Universität und gegen eine Ausbildung. Dabei ist ein Studium auch ohne Abitur möglich. Wie das funktioniert und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, zeige ich dir in diesem Ratgeber.

 

Abitur neben der Arbeit nachholen

In Deutschland kann jeder den Bildungsabschluss erreichen, den er will. Auch erst später im Leben. So kann man zum Beispiel neben der Arbeit eine Abendschule besuchen und so einen höheren Abschluss nachholen. Das ist sowohl für die Hauptschule als auch für die Realschule und das Gymnasium möglich. Wer einen guten Abschluss möchte, sollte jedoch wissen, dass er viel Zeit in die Prüfungsvorbereitungen und Hausaufgaben stecken muss. Für alle, die es aber wirklich wollen ist es der perfekte Weg, um seinen Abschluss zu verbessern. Der Besuch der Abendschule ist in der Regel kostenlos.

Studieren ohne Abitur – Die Länderübersicht

Prinzipiell ist Studieren ohne Abitur in ganz Deutschland möglich. Jedes Bundesland in Deutschland gibt hierfür seine eigenen Kriterien vor.

Studieren ohne Abitur in Baden-Würtemberg

Auch in Baden-Württemberg dürfen Personen, die die Meisterprüfung abgelegt haben an der Universität studieren. Einzige Einschränkung: ein Beratungsgespräch ist zwingend erforderlich. Alle Personen, die eine Berufsausbildung und gewisse Berufserfahrung (3 Jahre) haben, bekommen die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung. Damit ist es möglich in Richtung der ursprünglichen Ausbildung zu studieren. Vorausgesetzt ist lediglich eine Eignungsprüfung. Hier findest du noch mehr Infos rund um ein Studium ohne Abitur in Baden-Württemberg.

 

Studieren ohne Abitur in Bayern

In Bayern gibt es relativ viele Wege auch ohne Abitur einen Platz an einer Hochschule zu bekommen. Wer in seinem Beruf den Meister ablegt (i.d.R. 3 Jahre Ausbildung + 2 Jahre Berufserfahrung + anschließende Meisterprüfung) kann in Bayern mit dem Zugang zur Universität rechnen. Zu Beginn des Studiums ist jedoch ein Beratungsgespräch erfoderlich. Sollten die Fort- und Weiterbildungsabschlüsse (Meister etc.) nicht in Bayern gemacht worden sein, müssen diese von der Hochschule erst anerkennt werden.

 

Studieren ohne Abitur in Berlin

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Für alle, die sich weiterbilden wollen, ist ein Studium die perfekte Wahl.

Auch in Berlin dürfen Meister und andere hochqualifizierte Fortbildungsabschlüsse an den Universitäten studieren. Beruflich Qualifizierte können auch hier nach Ausbildung und anschließender dreijähriger Berufserfahrung die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung erhalten. Sofern zwischen dem gewählten Studiengang und der Berufsausbildung keine Verwandschaft besteht, ist eine Eignungsprüfung erforderlich.

 

Studieren ohne Abitur in Brandenburg

Auch in Brandenburg steht für Arbeiter, die den Meister gemacht haben alle Türen offen. Sie können die Universität oder eine Hochschule besuchen. Einen fachgebundenen Hochschulzugang erhalten alle, die eine entsprechende Berufsausbildung und mindestens zwei Jahre in diesem Bereich gearbeitet haben. Eine Eignungsprüfung ist nicht erforderlich.

 

Studieren ohne Abitur in Bremen

Seit Jahren werden es in Bremen immer Studenten, die ohne Abitur an eine Universität wechseln. Wie in Baden-Württemberg und Bayern kann auch in Bremen jeder Meister oder Personen mit einem sonstigen hochqualifiziertem Fortbildungsabschluss an die Universität zum Studieren wechseln. Hier gibt es auch keine Einschränkungen, wie Eignungsprüfungen oder ähnliches. Für beruflich qualifizierte Personen (Ausbildung durchlaufen sowie 3 Jahre Berufserfahrung) steht der fachgebundenen Hochschulzugangangsberechtigung nichts mehr im Wege. Lediglich eine Eignungsprüfung ist notwendig.

Studieren ohne Abitur in Hamburg

 

Genauso wie in Brandenburg, Berlin, Bayern und Baden-Württemberg ist es auch in Hamburg kein Problem als Meister an eine Hochschule zu wechseln. Beruflich Qualifizierte können nach ihrer Ausbildung und dreijähriger Berufserfahrung studieren. Das Studium muss ähnlich zum Job sein und es ist eine Eignungsprüfung erforderlich.

 

Studieren ohne Abitur in Hessen

In Hessen dürfen alle, die erfolgreich ihre Meisterprüfung abgelegt haben an die Universität wechseln. Beruflich Qualifizierte dürfen nach ihrer erfolgreichen Ausbildung anschließenden zwei Jahren Berufserfahrung in ihrem Job an eine Hochschule wechseln. Eine Eignungsprüfung ist erforderlich. Hier findest du mehr Informationen dazu.

 

Studieren ohne Abitur in Mecklenburg-Vorpommern

Alle Meister haben in Mecklenburg-Vorpommern das Recht auch ohne Abitur an die Universität zu gehen. Personen, die eine zweijährige Ausbildung sowie drei Jahre an Berufserfahrung gesammelt haben bekommen die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung. Mit einer Erweiterungsprüfung ist auch eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung möglich.

 

Studieren ohne Abitur in Niedersachsen

In Niedersachsen dürfen alle Personen, die ihren Meister abgeschlossen haben an eine Universität oder Hochschule wechseln. Diese erhalten sofort die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Für beruflich Qualifizierte gibt es maximal die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung. Dafür sind eine dreijährige Berufsausbildung und drei Jahre Arbeitsaufwand notwendig. Hier findest du noch mehr Informationen dazu.

 

Studieren ohne Abitur in Nordrhein-Westfalen

Alle Meister haben in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit eine allgeimeine Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen. Hier gibt es auch keine weiteren Einschränkungen. Beruflich Qualifizierte bekommen die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung, sofern sie mindestens zwei Jahre Berufsausbildung und drei Jahre Berufsausbildung haben. Bei Wahl eines nicht Studienfaches, welches nicht verwandt zur eigenen Berufsausbildung ist, muss eine Eignungsprüfung abgelegt werden. Hier findest du weiter Informationen.

 

Studieren ohne Abitur in Rheinland-Pfalz

Meister können in Rheinland-Pfalz einen allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung erhalten. Lediglich ein Beratungsgespräch vor der Einschreibung ist erforderlich. Beruflich Qualifizierte benötigen einen Gesamtdurchschnitt von 2,5 bzw. 10 Punkte in ihrer Ausbildung bzw. im öffentlich rechtlichen Dienstverhältnis, um die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung zu erhalten. Zudem ist in den meisten Fällen auch eine Berufserfahrung von 2 Jahren notwendig. Mehr Informationen findest du hier.

 

Studieren ohne Abitur im Saarland

Wie auch in allen anderen deutschen Bundesländern ist es auch in Deutschland, ist es auch im Saarland für jeden Meister möglich an eine Universität zu gehen. Für berufliche Qualifizierte ist maximal die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung möglich. Voraussetzung ist hier eine zweijährige Berufsausbildung sowie drei Jahre Arbeit im Betrieb. Eine Eignungsvorstellung ist ebenso notwendig. Mehr Informationen zum Studium ohne Abitur im Saarland findest du hier.

 

Studieren ohne Abitur in Sachsen

Personen, die den Meister oder einen ähnlich hohen qualifizierenden Fortbildungsabschluss besitzen, haben da Recht auf eije allgemeine Hochschulzugnagsberechtigung. Jedoch ist ein Beratungsgespräch notwendig. Beruflich Qualifizierte bekommen die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung, sofern sie zwei Jahre Ausbildung und drei Jahre Berufspraxis haben. Ein Beratungsgespräch sowie eine Eignungsprüfung ist jedoch zwingend notwendig. Hier findest du weitere Informationen.

 

Studieren ohne Abitur in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist das Studium für alle Meister möglich. Und das ohne Einschränkungen. Alle Beruftätigen, die mindestens einen Realschulabschluss, sowie eine dreijährige Berufsausbildung und 3 Jahre in ihrem Beruf gearbeitet haben, können mit der fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung rechnen. Lediglich eine Eingungsprüfung ist notwendig. Hier findest du weitere Informationen.

 

Studieren ohne Abitur in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein haben alle Personen, die einen Meistertitel haben an die Universität bzw. eine Hochschule wechseln. Sie erhalten ohne Einschränkungen die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Alle beruflich Qualifizierten haben nach zweijähriger Ausbildung und anschließend dreijähriger Berufserfahrung die Möglichkeit die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen. Es ist jedoch eine Eignungsprüfung notwendig. Hier findest du weitere Informationen.

 

Studieren ohne Abitur in Thüringen

Als Meister ist es kein Problem auch ohne Abitur an eine Hochschule bzw. eine Universität zu wechseln. Hier gibt es auch keine weiteren Einschränkungen. Beruflich Qualifizierte haben nach zweijähriger Ausbildung und dreijähriger Arbeit in ihrem Bereich die Möglichkeit, die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigun zu erhalten. Mehr Informationen dazu findest du hier.

Fazit

In Deutschland ist es mittlerweile für die meisten Menschen möglich eine Universität zu besuchen. Neben einer klassischen Hochschule bzw. einer Universität kannst du auch ein Fernstudium absolvieren. Mehr Infos dazu findest du hier.